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Allgemein :

Wie überall in den Flüssen Mitteleuropas ist auch an der Mindel nur noch wenig vom einstigen Leben geblieben. Früher kamen in der unteren Mindel ein vielfaches mehr an Flora und Fauna als heute vor. Gewässerausbau und Verschmutzung führten zu einem dramatischen Rückgang.

Langstreckenwanderer wie die Störartigen  verschwanden in der nahegelegenen Donau nach dem Bau der Wasserkraftanlagen in den 60ziger und 70ziger Jahren, typische flußwandernde Arten wie Barbe ,Quappe,Nase ,Huchen,

Flussneunauge etc. sind heute stark bedroht. Für die Wanderfische war die Zerstörung der Durchgängigkeit des Flusses durch  Querbauwerke besonders folgenschwer, zu dem verhindern auf weiten Teilen eine Strukturarmut die Wiederkehr der einstigen Vielfalt an heimischen Fischarten.

Des weiteren macht die Einleitung von Hormonrückstaenden u.a. (Antibabypille) ueber Klaeranlagen in die Fluesse den Vermehrungsablauf der Fischwelt und anderen schwer zu schaffen. Zu guter letzt werden die Restbestaende von nicht heimischen Fischfressern wie dem Kormoran auch noch schwer dezimiert. Teilweise sind ganze Flussabschnitte buchstaeblich leergefressen.

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild oben :

Teilrenaturierungsmaßnahme des alten Mindelflußlaufes durch das  WWA Krumbach [a.D] mit derzeit in 10-jähriger Planung befindlichen Anbindung als Fischwanderweges an die Mindel. Der örtliche Wassertriebwerksbetreiber und Initiator des Fischwanderweges stellt diesbezüglich eine Mindestdurchlaufwassermenge zur Verfügung , was äußerst selten bei Wassertriebwerksbetreibern ist , und daher sehr "" lobenswert hervorgerufen werden muß.""

Bild oben :Im Jahr 2002 wurde an der Mindel bei Mindelaltheim auf einer Fläche von ca.10000 m² eine ausgiebige Kiesbank incl. Insel und Ruhigwasserzone durch den Fischereiberechtigten vom Lüßhof Rettenbach privat finanziert und bautechnisch ausgeführt. Die heimische Fischwelt besonders die Fischarten : Schneider , Elrize , Nase ,Quappe , Barbe und unzählige andere vermehrten sich in noch nicht gesehener Weise im Jahr 2003/2004.

Auch die Vogelwelt,wie z.B. Eisvogel , Wasseramsel und Bachstelze um nur wenige zu nennen,finden hier immer einen reich gedeckten Tisch an Nahrung. Derweilen ist auch die Ringelnatter (Bild links) jahreszeitlich bedingt kein seltener Gast auf der Insel, die auch der Biber als Rastplatz zur Körperpflege gerne nutzt.

 

 Bild oben :  Zauneidechse Lacerta agilis Linnaeus

 

 

 

 

Bild oben : Zwei kräftige Ruttenmilchner aus der Mindel 2005

Bild oben : Indisches Springkraut eher eine Plage die viele heimische Uferpflanzen wie das Schilf verdrängt.

Bild oben : Besatz von ca. 3000 Jungnasen an der Mindel 2004

Bild oben : ca.250 g schweres Flusskrebsmännchen in Verteidigungsposition. In der Mindel und allen umliegenden Fließgewässern , die einst vor noch 15-20 Jahren einen Massenbestand an Flusskrebsen aufwies, dürfte der Bestand an Flusskrebsen im Jahr 2005 so gut wie ausgerottet sein ! Ursache dafür ist in erster Linie das Vorkommen des Amerikanischen Signalkrebses der den Erreger der Krebspest mit sich trägt und für die heimischen Flusskrebse (Edelkrebs) tötlich ist und zu deren Ausrottung beiträgt. Daran änderte sich auch 2003 nichts , als mit staatlichen 70% finanziellen Zuschüssen eine Fischereiberechtigenten übergreifenden Flusskrebs-besatzaktion ( prinzipiell lobenswert ) an der Mindel vorgenommen wurde , ohne vorher staatlicherseits das Vorkommen von Amerikanischen Signalkrebsen zu prüfen !!